PsychologInnenKlepp Doris




Interview von Mag.a Doris Klepp

F: Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen?

Das Interesse an Menschen, dem Erleben und Verhalten und die Möglichkeit anderen Menschen helfen zu können. Als meine Kinder geboren wurden, spezialisierte ich mich zunehmend auf Familienpsychologie. Zunächst im Bereich der Forschung dann in der direkten Arbeit mit Menschen.

F: Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert?

Einfühlungsvermögen, Mitgefühl, Authentizität und Fachwissen. Die Fähigkeit Hinzuschauen, Zusammenhänge zu erfassen und neue Wege zu eröffnen.

F: Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Die Freude an der Arbeit mit Kindern, da diese von viel Fantasie, Spontanität und direkter Begegnung geprägt ist. Werden Kinder verhaltensauffällig, weisen sie uns damit darauf hin, dass sie etwas erlebt haben, das sie alleine nicht verarbeiten können, dass in ihrem Bezugssystem etwas in Unordnung geraten ist oder dass sie etwas überfordert. Gemeinsam mit den Eltern und dem Kind, lässt sich oft rasch herausfinden, was es braucht, damit sich das Kind wieder in Ruhe weiterentwickeln kann.

F: Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?

Es sind die tagtäglichen manchmal kleinen, manchmal auch großen Erfolge, die meinen Beruf ausmachen. Wenn deutlich wird, dass es demjenigen mit dem ich arbeite wieder besser geht, wenn ich jemanden durch eine schwierige Zeit gut begleiten konnte. Wenn ich als Fachperson nicht mehr gebraucht werde, weil das Kind und seine Eltern wieder alleine zurechtkommen.

F: Wodurch glauben Sie, könnten die Menschen vermehrt für Ihre Dienstleistungen interessiert werden?

Viele Menschen nehmen keine fachliche psychologische Beratung oder Behandlung in Anspruch, weil sie es sich nicht leisten können. Hier müsste der Staat zu dem Selbstverständnis kommen, die Kosten dafür zu übernehmen oder zumindest einen Teilbetrag.

Auch wäre mehr Aufklärung über psychologische Beratung und Behandlung hilfreich um den Menschen, die Schwellenangst zu nehmen.


F: Arbeiten Sie auch mit BerufskollegInnen oder mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen zusammen?

Ja, das empfinde ich als wichtig für meine Arbeit und vor allem auch für die KlientInnen, die ich betreue. Seriöses Arbeiten bedeutet u.a. auch zu erkennen, wo die eigenen fachlichen Grenzen sind und zu wissen, an wen man weiterverweisen kann.

F: Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)?

Ja, z.Bsp. Gruppen für die Elternberatung nach § 95 Abs. 1a AußStrG aber auch allgemein Seminare zum Thema Erziehung und Elternschaft.

F: Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?

Ich bilde mich zur Zeit in der Traumabehandlung von Kindern fort, um diese dann auch anbieten zu können.

F: Was bedeutet für Sie Glück?

Glücksgefühle sind psychologisch betrachtet kein permanenter Zustand und es wäre für die Alltagsbewältigung auch nicht sinnvoll ständig auf Wolke 7 zu schweben. Aber in jedem Menschen ist die Fähigkeit angelegt, Glücksmomente im Kleinen und Großen zu empfinden. Ist diese Fähigkeit durch Sorgen, Verlust oder Krankheit verschüttet, dann fehlt dem Menschen etwas zur Lebensfreude an sich. Ich betrachte es als Teil meiner Arbeit, Menschen wieder zu mehr Glücksfähigkeit zu begleiten.

F: Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern?

Genug zu essen für alle Menschen, Gewaltlosigkeit, keine Diskriminierung von Bevölkerungsgruppen.






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